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Eurostars bleiben im Kanaltunnel liegen

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Eurostars bleiben im Kanaltunnel liegen

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Gleich fünf Eurostar-Züge sind seit gestern abend im Tunnel unter dem Ärmelkanal liegengeblieben. Der Betreiber macht dafür Temperaturunterschiede bei der Einfahrt in den Tunnel verantwortlich: zwischen dem Frost draußen und dem wärmeren Tunnelinneren.

Über zweitausend Reisende waren stundenlang eingeschlossen. Drei Züge wurden schließlich abgeschleppt, die beiden anderen evakuiert.

“Die Heizung fiel aus”, sagt ein Passagier bei der verspäteten Ankunft in London; “dann auch immer mal der Strom. Keine Luft, nichts.” – “Wir hatten kein Essen, keine Decken, nichts”, sagt ein anderer.

“Ein bisschen Wasser gab es, aber keine richtigen Auskünfte – kannst Du vergessen.”

“Unser Zug fiel als erster aus”, beschreibt ein Mann.

“Die haben uns nach Folkestone gebracht, dann sollte es nach London gehen. Drei Stunden haben wir da gesessen, der Zug war dann völlig überfüllt, manche haben auf dem Boden oder auf einem Imbisswagen geschlafen.”

Und ein weiterer Reisender meint: “Dreizehneinhalb Stunden habe ich von Paris gebraucht, unglaublich. Die sagen, es lag am Wetter. Dabei ist der Zug doch im Tunnel liegengeblieben, nicht draußen!”

Erst für Montag können Eurostar-Reisende damit rechnen, dass ihre Züge wieder planmäßig fahren. Heute rollen auf jeden Fall keine Züge mehr, morgen wahrscheinlich nur eingeschränkt. Dagegen fahren die Autozüge durch den Tunnel trotzdem normal.