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Google verliert Prozeß in Frankreich

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Google verliert Prozeß in Frankreich

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Google darf in Frankreich nicht weiter ungenehmigt Bücher digitalisieren. Das entschied am Freitag ein Pariser Zivilgericht. Die Kammer gab einer Klage eines Pariser Verlages statt. Google verletze mir dem Scannen der Werke das Urheberrecht. Die Entscheidung betrifft nur Werke, die dem französischen Urheberrecht unterliegen.

Der Anwalt des Klägers sieht einen Präzedenzfall: “Dies wird ein Urteil sein, auf das sich andere beziehen werden. Er wird anderen Verlegern, die bislang nicht geklagt haben, die Möglichkeit geben zu handeln”, hofft Yann Colin, der das Verlagshaus La Martinière vertritt.

Für Google besteht mit dem Urteil die Gefahr, dass Frankreich den Anschluss an die technischen Entwicklungen verliert. Sein Prozessvertreter kündigte Revision an. “Wir glauben, dass kurze Werkauszüge sehr wohl mit dem Urheberrecht vereinbar sind. Sie müssen bedenken, dass Google book search den Zugang zu eine rgroßen Zahl von Werken ermöglicht und damit zu ihrer Komerzialisierung beiträgt”, glaubt Google-Anwalt Benjamin du Chaffaut.

Google hat in den vergangenen Jahren bereits mehr als zehn Millionen Bücher digitalisiert. Die zweitgrößte französische Bibliothek in Lyon arbeitet mit Google zusammen. Französische Intellektuelle befürchten eine Monopolstellung des US-Unternehmens.