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Iran und Irak streiten um Ölquelle

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Iran und Irak streiten um Ölquelle

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In der Krise um die Besetzung einer irakischen Ölquelle durch iranische Soldaten ist der iranische Botschafter in Bagdad am Samstag mit irakischen Regierungsmitgliedern zu Gesprächen zusammengetroffen. Medien in Bagdad berichteten, dass Teheran seine Soldaten trotz der Proteste nicht zurückbeordert habe. Die irakische Regierung schloss eine Militäraktion trotzdem aus.

In der Bevölkerung herrscht Empörung angesichts der Besetzung der Ölquelle. “Es ist nicht verwunderlich, dass der Iran so handelt”, seufzt ein Passant in Bagdad. “Irakisches Blut ist billig geworden und das Land ist leicht einzunehmen.” Ein anderer Mann macht seinem Unmut Luft: “Wir verurteilen diese Vorgangsweise. Es ist unser Öl, wir brauchen es, und der Iran will es uns mit Gewalt wegnehmen. Das können wir nicht einfach akzeptieren.”

Am Freitag hatten iranische Soldaten die Ölquelle Al-Fakka im Grenzgebiet besetzt. Offenbar war ein Stoßtrupp mit gepanzerten Fahrzeugen vorgedrungen; die Soldaten hätten über der Ölquelle die iranische Flagge gehisst, hieß es. Teheran hatte früher mit Bagdad über die Besitzrechte für das Gebiet gestritten. Beobachter mutmaßen, dass der Iran die Region möglicherweise als Teil seines Staatsgebietes sieht.