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Kopenhagen: Streit um Holocaust-Vergleich

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Kopenhagen: Streit um Holocaust-Vergleich

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Dass sich einige ausgewählte Staaten in Kopenhagen auf ein Abschlusspapier geeinigt und es
dann der Versammlung nur noch vorgelegt haben, gefällt vielen anderen Ländern gar nicht.

Der sudanesische UNO-Botschafter findet harsche und umstrittene Worte, einen Vergleich mit der Judenvernichtung unter den Nazis: Afrika solle hier seinen Selbstmord unterschreiben. sagt Lumumba Stanislaus Di-Aping. Dieser Lösung lägen die gleichen Werte zugrunde, die in Europa sechs Millionen Menschen in die Verbrennungsöfen getrieben hätten.

Die Tagung ist nun erst einmal mit diesem Vergleich beschäftigt; etliche Teilnehmer kritisieren die Äußerung des Sudanesen.

Man habe jetzt die Wahl, sagt der britische Umweltminister Ed Miliband: Man könne das Dokument annehmen und umsetzen und damit das Geld fließen lassen – oder man entscheide sich wie Sudans Botschafter für abstoßende Vergleiche mit dem Holocaust, die jeden hier beleidigen müssten, ganz egal welcher Herkunft. Das – so warnt Miliband weiter – bedeute dann aber, die Tagung scheitern zu lassen.