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Eurostar-Züge weiter lahmgelegt

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Eurostar-Züge weiter lahmgelegt

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Nach wie vor geht es nicht weiter bei Eurostar: Auch
heute fallen alle Schnellzüge durch den Tunnel zwischen England und Frankreich aus. Wie es morgen weitergeht, ist offen.

Fünf Züge waren Freitagabend im Tunnel liegengeblieben. Mehr als zweitausend Reisende saßen fest; ihr Ziel in London erreichten sie erst nach vielen Stunden.

“Das war richtig schlimm”, meint er; “28 Stunden haben wir gebraucht, das war ganz schön anstrengend.”

“Kein bisschen hat sich Eurostar entschuldigt”, sagt sie. “Für unsere Geduld haben sie sich bedankt, aber
keine Entschuldigung, kein ‘Tut uns leid’, nichts in der Richtung – ist doch wohl unmöglich!”

Durch den Servicetunnel wurden viele Passagiere gebracht, die anderen Züge wurden mit Dieselloks aus dem Tunnel geschleppt. Eine Panne ohnegleichen auf dieser wichtigen Strecke, und das auch noch im Reisehochbetrieb, am Wochenende vor
Weihnachten.

Hin- und Rückfahrt würden erstattet, verspricht Eurostarchef Richard Brown. Dazu eine weitere Freifahrt, wer will – plus 150 Pfund für jeden, zusätzlich zur Erstattung aller Ausgaben. Das sei einigermaßen großzügig und solle ausdrücken: Es tut uns leid, das wir Sie enttäuscht haben.

Für das Debakel macht Eurostar die Temperaturunterschiede verantwortlich, zwischen dem Frost draußen und dem warmen Tunnelinneren. Demnach legte Kondenswasser die Elektrik lahm – nun wird erst einmal ohne Passagiere getestet.