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Schriftzug von Auschwitz wiedergefunden

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Schriftzug von Auschwitz wiedergefunden

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Knapp drei Tage nach dem Diebstahl des Schriftzugs “Arbeit macht frei” vom Tor der KZ-Gedenkstätte in Ausschwitz hat die polnische Polizei die mutmaßlichen Diebe gefasst. Fünf Verdächtige wurden festgenommen. Der in drei Teile zerlegte Schriftzug wurde in einem Wald im Norden Polens entdeckt. Nach Angaben der Behörden handelt es sich bei den Dieben nicht um Neonazis. Vier der fünf Festgenommenen sind wegen Raubüberfällen und Körperverletzung vorbestraft.

Der stellvertretende Polizeichef der Region sagte, man werde den Schriftzug so schnell wie möglich der Gedenkstätte zurückerstatten, noch vor dem 65. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers von Auschwitz. Die polnischen Medien spekulieren, dass die Täter im Auftrag eines Sammlers gehandelt haben könnten. Ihnen drohen Haftstrafen von bis zu zehn Jahren. Der Diebstahl hatte weltweit Empörung ausgelöst. In Auschwitz sowie im benachbarten Birkenau ermordeten die Nationalsozialisten während des Zweiten Weltkriegs mehr als eine Million Menschen. Die meisten Opfer waren Juden.