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UNO: Camara schuld an Blutbad in Guinea

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UNO: Camara schuld an Blutbad in Guinea

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Der Chef der Militärjunta im westafrikanischen Guinea, Hauptmann Moussa Dadis Camara, ist verantwortlich für das Blutbad unter Oppositions-Anhängern Ende September. Zu dem Schluss kommt ein UNO-Bericht, der das Vorgehen ein “Verbrechen gegen die Menschlichkeit nennt”. Bei der Niederschlagung einer Kundgebung gegen das Putsch-Regime waren 150 Demonstranten getötet worden. Mehr als 100 Frauen und Mädchen wurden laut Bericht vergewaltigt.

Guinea ist der weltgrößte Bauxit-Exporteur. Es gilt für die Stabilität in Westafrika als bedeutend. Seit dem Blubad aber ist die Lage angespannt. Gut zwei Monate danach wurde der auch in Deutschland militärisch geschulte Junta-Chef bei einem Attentat verletzt. Er befindet sich seither in Marokko in Behandlung. Sein Zustand ist ungewiss. Camara hatte nach dem Tod von Präsident Lansana Conte vor einem knappen Jahr die Macht in Guinea übernommen. Im Januar soll ein neuer Präsident gewählt werden.