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Eurostar rollt - Weiter Chaos in St Pancras

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Eurostar rollt - Weiter Chaos in St Pancras

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Nach drei Tagen ohne Eurostar-Verbindung herrschte am Londoner Bahnhof St Pancras weiter Chaos. Tausende versuchten, einen Platz nach Paris oder Brüssel zu ergattern. Einzelne Reisende beschwerten sich, dass sie mehrmals die Schlange haben wechseln müssen. Passagiere mit Fahrscheinen für Montag sollten Vorrang haben. Die französisch-britisch-belgische Betreibergesellschaft Eurostar rief Reisewillige dazu auf, nicht mehr nach St Pancras zu kommen.

Nach der Panne in der Nacht zum Samstag war der Betrieb gestern wieder aufgenommen worden. Heute verkehrten unter dem Ärmelkanal wieder zwei Drittel der üblichen Züge. Das sind zwölf Hin- und Rückfahrten von London nach Paris, sowie fünf nach Brüssel.

Laut einem Zeitungsbericht prüft die Deutsche Bahn, die attraktive Kanaltunneldurchfahrt von Frankfurt oder Köln aus in Eigenregie anzubieten. Bislang hat der ICE-3 aber keine Genehmigung für den Eurotunnel. Derweil mehren sich auch beim deutschen Hochgeschwindigkeitszug die kältebedingten Ausfälle. Schuld ist – wie beim Eurostar – eindringender Pulverschnee, der, zusammen mit dem Temperaturunterschied zwischen Tunnel und Außenwelt, die Elektronik lahmlegen kann.