Eilmeldung

Eilmeldung

Kältetote in Polen

Sie lesen gerade:

Kältetote in Polen

Schriftgrösse Aa Aa

Temperaturen von bis zu minus 20 Grad haben in Polen seit Anfang Dezember 79 Todesopfer gefordert. Polen kennt dieses Problem – bereits im vergangen Winter starben landesweit 82 Menschen an Unterkühlung.

Bei den Opfern handelt es sich hauptsächlich um Obdachlose.

In Großbritannien wurden Möbelhäuser zu Notunterkünften für gestrandete Reisende umfunktioniert. Vor allem im Süden des Landes gab es für Autofahrer kein Vorankommen.

Ein amerikanischer Tourist versteht die Aufregung nicht:

“Wir in Boston müssen mit so viel Schnee klarkommen, kein Problem. Aber die Briten geraten schon bei so einem Bisschen in Panik.”

Auf Europas drittgrößtem Flughafen in Frankfurt am Main bedingten Eis und Schnee in der Nacht zum Dienstag die vorübergehende Einstellung des Flugverkehrs. 140 Flüge wurden annuliert.

Von 8000 gestrandeten Passagieren konnten jedoch nur 5000 ein Hotelbett bekommen. Viele Passagiere mussten ihr Nachlager am Flughafen aufschlagen. Eine Reisende berichtet:

“Wir waren schon auf der Startbahn, doch dann holte man uns wieder aus dem Flugzeug heraus. Wir wurden in den Terminal geschickt, um dort zu schlafen. Da waren nur 30 Betten für 3000 Menschen. Niemand hat sich um schwangere Frauen, alte Leute oder Familien mit Kindern gekümmert.”

Um den Straßenverkehr aufrecht zu erhalten, rückte in Mailand das Militär zu Räumungsarbeiten aus. In der norditalienischen Stadt blieben am Dienstag die Schulen geschlossen.