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30 Jahre "ARIANE"

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30 Jahre "ARIANE"

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Am 24. Dezember 1979 hieß es an der Startrampe von Kourou in Französisch-Guayana zum ersten Mal “ decollage” -START!

47 Meter lang und 240 Tonnen schwer war die dreistufige “Ariane -1”-Rakete. 1.800 Kilogramm wog der Satellit, den sie in den Weltraum beförderte. Der damalige Direktor der französischen Weltraumagentur, Frederic D´Allest, schwärmt immer noch dem großen Glück, das alles miterlebt zu haben. Alles musste erst erfunden werden, sie begannen bei Null. Die Trägerraketen wurden ständig weiterentwickelt. Auch die Methoden der Vermarktung mussten erst ersonnen werden, ebenso die Möglichkeit, mit einer Trägerrakete mehrere Satelliten zu befördern.

Es begann eine europäische Erfolgsgeschichte. Die europäische Raumfahrtagentur ESA koordinierte die Zusammenarbeit, durch die ARIANE-Raketen über die Jahre zu den meistgenutzten Transportmitteln für Satelliten wurden. Auf ARIANE 1 folgten 2,3,4 – immer größer, immer schwerer, immer mehr Nutzlast.

Die Europäer sprachen von “ihrem Weltraumbahnhof Kourou” – wie auf einem Bahnhof ging es dort auch zu. Allein die legendäre Ariane-4, genannt das “Schlachtroß”, trug bei 113 erfolgreichen Missionen 180 Satelliten ins All. “Ariane galt als äußerst zuverlässig – nur 9 Fehlschläge bei 190 Starts”, erinnert der ehemalige stellvertretende Direktor Jean-Pierre Morin.

Lohnfuhren ins Weltall sind zu einem einträglichen Geschäft geworden. Um die 180 Millionen Dollar zahlen Kunden für die Stationierung eines Kommunikations- oder Wettersatelliten.

Folglich war die Weiterentwicklung der ARIANE-Serie nur logisch. Inzwischen fliegt ARIANE 5 und die jüngere Schwester Nummer 6 ist für 2025 geplant.