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Flüchtlingselend im "Dschungel" von Calais

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Flüchtlingselend im "Dschungel" von Calais

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Für die illegalen Flüchtlinge in der nordfranzösischen Stadt Calais sieht das Weihnachtsfest trübe aus. Im September war das Lager, das in Frankreich “der Dschungel” genannt wird, zwangsgeräumt worden, doch jetzt drei Monate später sind viele wieder zurück, neue kamen hinzu.

Ein Franzose, der in Calais wohnt, hat Mitleid mit den Flüchtlingen: “Sie wohnen hier in notdürftigen Hütten, sie wollen auch nur leben. Sie versuchen in der Tat, einfach zu überleben.”

Vanessa Saenen, eine Vertreterin des Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen erklärt, etwa 230 der Menschen hier hätten offiziell einen Asylantrag in Frankreich gestellt, doch die Bearbeitung nehme viel Zeit in Anspruch. Andere hätten sich auf den Weg Richtung Belgien oder Skandinavien gemacht. Die Lebensbedingungen hier in Calais seien elend.

Tatsächlich haben sich einige Ex-Bewohner des Dschungels von Calais jetzt bis Ostende in Belgien durchgeschlagen.

Einer von ihnen meint, die französische Polizei sei sehr hart im Durchgreifen. Er sagt: “Wenn ich ihnen unter die Finger gekommen wäre, hätten sie mich sofort nach Marokko zurückgeschickt. In den Niederlanden würde ich ins Gefängnis wandern, aber hier in Belgien lassen mich in Ruhe.”

Vom Hafen in Ostende wollen sie weiter nach Großbritannien oder nach Skandinavien.