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Chinesischer Bürgerrechtler zu elf Jahren Haft verurteilt

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Chinesischer Bürgerrechtler zu elf Jahren Haft verurteilt

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Der führende chinesische Bürgerrechtler Liu Xiaobo
ist zu einer ungewöhnlich hohen Haftstrafe von elf Jahren verurteilt worden. Das Erste Mittlere Volksgericht in Peking befand den 53-Jährigen der “Agitation mit dem Ziel des Umsturzes der
Regierung” für schuldig, teilte die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua mit. Liu Xiaobo bekannte sich zu dem Vorwurf, einer der
Initiatoren des “Charta 08” genannten Appells für Demokratie und Menschenrechte in China gewesen zu sein. Der Prozess fand unter ungewöhnlich scharfen Sicherheitsvorkehrungen statt. Mehrere Unterstützer des seit einem Jahr inhaftierten Ehrenpräsidenten des chinesischen Pen-Clubs
unabhängiger Schriftsteller wurden vor dem Gerichtsgebäude festgenommen, berichteten Augenzeugen. Ein massives Aufgebot von Polizei- und Staatssicherheitskräften in Uniform und Zivil hatte das Gericht weiträumig abgesperrt. Diplomaten aus mehreren europäischen Ländern und den USA wurde die Teilnahme als Prozessbeobachter verweigert.