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Gewalt bei schiitischem Aschura-Fest

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Gewalt bei schiitischem Aschura-Fest

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Weltweit feiern schiitische Muslimedas Aschura-Fest. Aschura ist einer der höchsten religiösen Feiertage der Schiiten – zum Gedenken an das Leid des Imam Husain, ein Enkel des Propheten Mohammed.

Bei den Trauerprozessionen geißeln sich die Schiiten selbst, um an das Leid Husains zu erinnern.

Husain starb in der Schlacht von Kerbala im Jahr 680. Die Stadt Kerbala liegt im heutigen Irak und ist zum Aschura-Fest das Ziel tausender Pilger. In den Jahren nach dem US- Einmarsch 2003 wurden die religiösen Prozessionen immer wieder von sunnitischen Extremisten angegriffen.

Die Sicherheitsvorkehrungen laufen daher auf Hochtouren: Allein in der Stadt Kerbala sind rund 20.000 Polizisten und Militärs im Einsatz.

Dennoch gab es bereits Tote im Irak: Am Freitagabend war eine Bombe in Bagdad explodiert und hatte drei Pilger getötet. In der benachbarten Stadt Sadr City zündete ein Sprengsatz inmitten eines religiösen Umzuges. Sechs Menschen starben.

Auch im indischen Kaschmir kam es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen: Seit einem Aufstand im Jahr 1989 sind große Menschenansammlungen hier verboten.

Die Polizei gebrauchte Tränengas, um eine schiitische Prozession aufzulösen. Warnschüsse wurden abgefeuert. Mindestens 42 Menschen wurden verletzt.