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Terroranschlag in Flugzeug verhindert

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Terroranschlag in Flugzeug verhindert

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In den USA sind fast 300 Menschen an Bord eines Flugzeugs nur knapp einem Terroranschlag entgangen. Kurz vor der Landung in Detroit zündete einer der Insassen einen Sprengstoff, konnte aber von anderen Passagieren und vom Begleitpersonal überwältigt werden.

Farouk Abdulmutallab, der inzwischen vernommen wird, soll am University College London Maschinenbau studiert haben.

Ein US-Regierungsbeamter sagte, es gebe keine Hinweise, dass der 23-jährige Nigerianer feste Verbindungen zum Terrornetz El Kaida habe.

Scotland Yard befragte Personen aus seinem Umfeld und durchsuchte mehrere Häuser, darunter auch die Wohnung in der er während des Studiums lebte.

Die Substanz, die der Täter an Bord entzündete, trug er offenbar am Körper. Dazu Sally Leivesley, eine britische Anti-Terror-Beraterin: “Die Sicherheitsvorkehrungen müssen jetzt noch ernster genommen werden. Es geht darum, die Sicherheit innerhalb des Abflugbereiches nach der Passkontrolle zu verbessern. Wenn die Terroristen flüssige Sprengstoffe am Körper tragen, können diese Substanzen in den Abflugbereich geschleust werden. Das heißt jetzt wohl auch, dass wir jeden einzelnen Mensch auch auf Flüssigbrennstoffe hin durchsuchen müssen. Ein Gerät, dass nur Metalle entdeckt reicht also nicht mehr aus. Und es reicht auch nicht aus, nur das Handgepäck mit einem Scanner zu überprüfen, der Flüssigkeiten entdeckt.”

Der in Detroit gelandete Airbus war in Amsterdam gestartet. Inzwischen wurden die Sicherheitsvorkehrungen an den Flughäfen in den USA und europaweit verschärft. Die EU-Komission untersucht, ob im vorliegenden Fall alle europäischen Sicherheitsvorschriften eingehalten wurden.