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Fieberhafte Ermittlungen nach Anschlagsversuch auf US-Flugzeug

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Fieberhafte Ermittlungen nach Anschlagsversuch auf US-Flugzeug

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Zumindest die Identität des mutmaßlichen Täters ist geklärt: Hinter dem vereitelten Anschlag auf ein US-Passagierflugzeug steckt der Nigerainer Umar Faruk Abdulmutallab. Der Sohn eines Bankiers und ehemaligen Ministers wollte eine Maschine von Delta Airlines mit einem Sprengsatz kurz vor der Landung zum Absturz bringen. Bei dem Versuch erlitt der 23-jährige Verbrennungen an den Beinen; er wird in einem Krankenhaus im US-Bundesstaat Michigan behandelt. Ob er tatsächlich, wie er behauptet, Verbindungen zu Al-Kaida hat, ist noch nicht geklärt.

Nicht nur in den USA, auch in London laufen die Ermittlungen auf Hochtouren. Abdulmutallab soll am University College in der britischen Hauptstadt Maschinenbau studiert haben. Untersucht wird auch, wie der Verdächtige am Flughafen Schiphol in Amsterdam das explosive Material an Bord der Maschine bringen konnte. Niederländische Politiker zeigten sich um den guten Ruf des Flughafens besorgt.

In den USA wurden unterdessen die Sicherheitskontrollen erneut verschärft, nachdem es auf den Flughäfen gerade etwas entspannter zugegangen war. Ab Oktober hätten wieder größere Mengen Flüssigkeit im Handgepäck erlaubt werden sollen – diese Lockerung der Regeln ist nun aber wohl vom Tisch.

In diese angespannte Stimmung platzte ein neuerlicher Alarm, diesmal bei einem Lufthansa-Flug nach Detroit: An Bord wurde ein herrenloses Gepäckstück entdeckt; die Maschine musste in Reykjavik zwischenlanden. Gefährliche Substanzen wurden nicht gefunden. Offenbar hatte der Passagier zwar eingecheckt, dann aber das Flugzeug versäumt.