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Iran: Heftige Proteste gegen Machthaber

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Iran: Heftige Proteste gegen Machthaber

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Die Proteste im Iran haben einen neuen Höhepunkt erreicht: In der Hauptstadt Teheran demonstrierten Zehntausende Menschen gegen die Machthaber. Wie
eine Internetseite der Opposition berichtet, kam es auch in anderen Städten zu Kundgebungen. In mehreren Orten gab es demnach Zusammenstöße mit der Polizei.

Auf der Webseite der Opposition heißt es auch, in Teheran seien bei den Auseinandersetzungen vier
Menschen getötet worden. Die Polizei hat das bestritten, das staatliche Fernsehen spricht inzwischen aber auch von mehreren Toten. Unter ihnen ist ein Neffe von Mirhussein Mussawi, dem bekanntesten Anführer der Opposition; ein Berater Mussawis bestätigte den Tod.

Den Angaben der Opposition zufolge wurden auch bei Zusammenstößen in der Stadt Tabriz vier Menschen getötet. Zu überprüfen sind alle diese
Angaben nicht, da unabhängige Journalisten von den
Protesten nicht berichten dürfen.

Auslöser der Proteste war schon im Sommer die umstrittene Präsidentenwahl. Die Opposition sprach von Wahlbetrug, die Regierung ging mit Gewalt gegen diese Proteste vor. Sie flammten aber vor
einer Woche wieder auf, nach dem Tod von
Großajatollah Hussein Ali Montaseri, einem sehr hohen regierungskritischen Geistlichen.