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Neue Proteste gegen Irans Führung

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Neue Proteste gegen Irans Führung

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Den zweiten Tag in Folge kommt es im Iran zu Protesten gegen die Machthaber: Auf einer Internetseite berichten Oppositionelle, die Polizei in
Teheran habe heute auf Demonstranten geschossen: Vier Menschen seien bei den Auseinandersetzungen getötet worden. Die Polizei bestreitet dagegen, dass es während der Proteste Tote gegeben habe.
 
Auf der Internetseite der Opposition heißt es auch,
Polizisten hätten sich geweigert, auf Demonstranten
zu schießen, oder hätten stattdessen in die Luft gefeuert.
 
Neben der Hauptstadt Teheran gab es demnach auch Zusammenstöße in zwei weiteren Städten. Zu überprüfen sind alle diese Angaben nicht, da ausländische Journalisten von den Protesten nicht berichten dürfen.
 
Entzündet hatten sich die neuen Proteste, als gestern in Teheran ein Auftritt von Mohammed Chatami von Regierungsanhängern gestört wurde: Der frühere Staatspräsident gilt als reformorientierter Politiker.
 
Die Demonstranten nutzen die Feierlichkeiten des Aschura-Festes, um die iranische Führung zu kritisieren. Schon seit dem Sommer kommen aus dem Iran ungewohnte Bilder von solchen Protesten: Auslöser war die umstrittene Präsidentenwahl vom Juni. Die Opposition wirft der Regierung Wahlbetrug vor.
 
Die Proteste flammten vor einer Woche wieder auf, mit dem Tod von Großajatollah Hussein Ali Montaseri, einem hohen regierungskritischen Geistlichen. Seine Anhänger versammelten sich danach ebenfalls zu Kundgebungen.