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Schiiten begehen Aschurafest

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Schiiten begehen Aschurafest

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Viele Moslems, vor allem die der schiitischen Glaubensrichtung, begehen das Aschurafest. Das irakische Kerbela ist für die Schiiten ein heiliger Ort: Hier erinnern sie an diesem Tag an den Imam Hussein. Der Enkel des Religionsgründers Mohammed wurde in Kerbela umgebracht.

Im Nordirak wurde allerdings auf einen Aschura-Umzug ein Anschlag verübt. Vier Menschen wurden getötet, als am Straßenrand ein Sprengsatz explodierte. Schon im Vorfeld des Festes hatte es im Irak mehrere tödliche Anschläge auf schiitische Gläubige gegeben.

Etwa jeder siebte Moslem gehört der schiitischen Richtung an. Die Aschura-Feierlichkeiten der Schiiten
sind immer wieder Ziel von Angriffen: Besonders schlimm war es vor fast sechs Jahren, als bei mehreren schweren Anschlägen in Bagdad und Kerbela etwa 170 Menschen getötet und Hunderte verletzt wurden. Es war damals das erste Aschurafest nach dem Sturz von Diktator Saddam Hussein, der die Feierlichkeiten verboten hatte.