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Usbeken wählen linientreues Parlament

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Usbeken wählen linientreues Parlament

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Die Usbeken haben ein neues Parlament gewählt – ein Parlament ohne Opposition. Die Bewerber kamen
aus vier Parteien, die aber alle auf der Linie des diktatorisch regierenden Staatspräsidenten Islam Karimow sind.

Richtige Oppositionsparteien gibt es nicht, ebenso wenig wie unabhängige Bewerber. Die meisten Kritiker des Präsidenten sitzen im Gefängnis oder haben das Land verlassen.

Der 71-jährige Karimow regiert Usbekistan schon seit zwanzig Jahren: Zuerst noch als kommunistischer Parteisekretär in der damaligen Sowjetrepublik, seit der Unabhängigkeit 1991 dann als Präsident.

Trotz der diktatorischen Verhältnisse dort halten sich die westlichen Länder mit Kritik an Usbekistan inzwischen zurück: Das Land ist zu wichtig, sowohl wegen seiner Rohstoffe als auch militärisch.

Zwar mussten die USA ihren Luftwaffenstützpunkt vor einigen Jahren schließen, hoffen aber auf eine Wiedereröffnung. Der Stützpunkt wäre wichtig für den Nachschub im Afghanistankrieg, erst recht mit der jetzigen Ausweitung dieses Kriegs.