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Hmong-Flüchtlinge aus Thailand abgeschoben

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Hmong-Flüchtlinge aus Thailand abgeschoben

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Die thailändische Regierung hat am Sonntag abend mit der Ausweisung von rund 4000 Mitgliedern der Hmong-Minderheit begonnen. Seit fünf Jahren lebten die Menschen in einem Flüchtlingslager in Thailand. Nun wurden sie gegen ihren Willen nach Laos abgeschoben. Die thailändische Armee verweist darauf, dass die Ausweisung friedlich vor sich gehe. “Jeder kann sehen, dass die Militärangehörigen und die Polizisten bei der Operation nicht bewaffnet sind”, betont Colonel Thana Charuwat. “Sie haben nur Stöcke und Schilde und das entspricht den internationalen Standards.”

Im Vietnamkrieg waren die Hmong vom US-Geheimdienst als Verbündete angeworben worden. Nach Kriegsende flohen viele von ihnen nach Thailand, wo man sie heute als illegale Wirtschaftsflüchtlinge betrachtet, obwohl Ärzte berichteten, dass viele Hmong alte Schussverletzungen aufwiesen. Am Wochenende durchkämmten thailändische Soldaten das Lager und bereiteten die Abschiebungen vor. Die USA und die EU kritisierten die Maßnahme – Flüchtlinge aufnehmen wollen sie allerdings nicht.