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Noch keine Entscheidung bei Präsidentschaftswahlen in Kroatien

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Noch keine Entscheidung bei Präsidentschaftswahlen in Kroatien

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Jubel herrschte am Sonntag abend bei den kroatischen Sozialdemokraten: Ihr Kandidat Ivo Josipovic hat in der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen die meisten Stimmen errungen. Er kam auf rund 32 Prozent. Da er die vorgeschriebene absolute Mehrheit aber verfehlte, muss er sich am 10. Januar einer Stichwahl stellen.

Sein Herausforderer ist der Bürgermeister von Zagreb Milan Bandic, der als unabhängiger Kandidat rund 15 Prozent und damit den zweiten Platz erreichte. Bei der Stichwahl hat Bandic durchaus noch Chancen auf den Sieg: Er ist beim Volk sehr beliebt; zudem wird seine Kandidatur von Liberalen und Konservativen unterstützt. Der Kandidat der regierenden konservativen Partei kam nur auf den dritten Platz.

Insgesamt stieß die Wahl auf nur geringes Interesse. Laut der staatlichen Wahlkommission in Zagreb gaben nur 44 Prozent der 4,5 Millionen Wahlberechtigten ihre Stimme ab – dies sei ein negativer Rekord, hieß es aus der Kommission.

Der scheidende Präsident Stijpe Mesic kündigte an, für einen der beiden Kandidaten eine Wahlempfehlung abgeben zu wollen. Mesic hatte nach zwei Amtsperioden kein weiteres Mal kandidieren können.