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Thailand schickt Hmong-Flüchtlinge zurück

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Thailand schickt Hmong-Flüchtlinge zurück

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Sie gehören zum Volk der Hmong, und sie leben als Flüchtlinge in Thailand: Aber Thailand schickt sie jetzt wieder zurück in ihre ursprüngliche Heimat Laos.

Die Hmong standen dort in den siebziger Jahren auf der Seite der USA, im Kampf gegen die laotischen Kommunisten. Zur gleichen Zeit tobte auch noch der Krieg der Amerikaner im benachbarten Vietnam. Auch in Laos eroberten aber die Kommunisten die Macht; viele Hmong verließen daraufhin das Land.

Rund viertausend leben immer noch in dem Flüchtlingslager, das jetzt geschlossen wird. Um die dreihundert von ihnen wollten das Lager aber nicht verlassen, sagt der Verantwortliche der Armee. Man versuche, sie zu überreden, damit man nicht mit Gewalt vorgehen müsse und alles ruhig ablaufe.

Amerikas vergessene Verbündete werden die Hmong auch genannt. Viele von ihnen leben inzwischen in den USA, andere sind aber in Thailand gestrandet, das sie jedoch nicht als politische Flüchtlinge anerkennt – damit halten sie sich dort illegal auf.

Viele haben Angst vor einer Rückkehr nach Laos: Das Land ist ein Einparteienstaat, in dem auch mehr als dreißig Jahre nach der Machtergreifung immer noch die Kommunisten herrschen, die damaligen Feinde der Hmong.