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Tote bei Ausschreitungen im Iran

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Tote bei Ausschreitungen im Iran

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Am Rande des schiitischen Aschura-Fests ist es am Sonntag in einigen iranischen Städten zu heftigen Protesten gegen die Regierung von Präsident Mahmud Ahmadinedschad gekommen. In der Hauptstadt Teheran gingen Tausende Oppositionsanhänger auf die Straße. Sie werfen Ahmadinedschad vor, die Wahlen im Juni manipuliert zu haben. Die Polizei setzte Tränengas und Schlagstöcke gegen die Demonstranten ein.

Mehrere Menschen starben bei den Zusammenstößen. Die Opposition sprach auf ihrer Webseite von acht Toten in Teheran und Tabris im Nordwesten des Landes. Unter den Opfern soll auch der Neffe von Oppositionsführer Hossein Mussawi sein – eine Bestätigung dafür gab es allerdings nicht. Die Behörden bestritten zunächst, dass es Tote gegeben habe. Später bestätigte das staatliche Fernsehen zwar den Tod mehrerer Menschen, ging jedoch nicht näher auf die Opferzahl ein. Stattdessen wurde berichtet, dass sich schiitische Gläubige gegen provozierende Aufständische gewandt hätten.

Am Samstag hatten regierungstreue Aktivisten eine Rede des ehemaligen Präsidenten Mohammad Chatami gesprengt und einige Zuhörer verprügelt. Mehrere Menschen wurden dabei verletzt. Chatami ist im Iran nach wie vor äußerst populär. Aus den USA kam heftige Kritik an der Vorgangsweise der iranischen Regierung. Man verurteile die gewaltsame Unterdrückung von Zivilisten, hieß es aus Washington.