Eilmeldung

Eilmeldung

Pro-Regierungsdemonstrationen im Iran

Sie lesen gerade:

Pro-Regierungsdemonstrationen im Iran

Schriftgrösse Aa Aa

Zehntausende haben im Iran für die Regierung demonstriert. In Isfahan wie Teheran forderten die Demonstranten harte Strafen für Oppositionelle. Sie machen sie für die Unruhen nach der umstrittenen Wiederwahl von Präsident Ahmadinedschad im Juni verantwortlich. Dieser äußerte sich erstmals zu den jüngsten Protesten gegen ihn. Sie seien von den USA und Israel inszeniert. Parlamentspräsident Ali Laridschani und andere Abgeordnete setzten sich für die Todesstrafe für Unruhestifter ein. Die Abgeordneten würden “binnen 24 Stunden” die rechtlichen Möglichkeiten dafür schaffen. Harte Kritik übt Teheran vor allem an Großbritannien. Irans Außenminister Manuchehr Mottaki warnte die Regierung in London ohne jegliche diplomatische Rücksicht: “Großbritannien sollte seine unsinnigen Äußerungen gegen den Iran unterlassen, sonst kriegt es eins aufs Maul.”
Im Moment sind es allerdings die Oppositionellen im Iran, die sich roher Gewalt ausgesetzt sehen. Der britische Außenminister Miliband hatte die Berichte über die blutigen Proteste “beunruhigend” genannt und den “Mut” der Demonstranten gewürdigt.