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Flugzeuganschlag vorhersehbar?

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Flugzeuganschlag vorhersehbar?

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Nach dem vereitelten Anschlag auf den Flug Amsterdem-Detroit wird die Frage immer drängender: Warum haben die US-Geheimdienste die Gefahr nicht vorausgesehen? Nun wurde bekannt, dass der Vater des verhinderten Terroristen nicht nur die amerikanische Botschaft in Nigeria vor den immer radikaleren Einstellungen seines Sohnes gewarnt – sondern dass er auch mit der CIA Kontakt hatte.

Präsident Barack Obama steht unter Druck der republikanischen Opposition. Doch sieht er den Fehler bei den Sicherheitsbehörden: Menschliches Versagen – aber auch strukturelle Gründe – hätten die potentiell katastrophale Sicherheitspanne verursacht. Nun müssten rasch Konsequenzen gezogen werden. Schließlich ginge es um die Sicherheit und Menschenleben.

Die CIA verteidigte sich: Nach dem Gespräch mit dem Vater sei ein Bericht angefertigt worden. Offenbar war dieser aber bei der Nationalen Antiterror-Zentrale hängen geblieben. Auch Lee Hamilton von der Untersuchungskommission zu den Anschlägen des 11. Septembers erklärt, dass sich die seit den Anschlagen damals die Zusammenarbeit der Dienste verbessert habe, doch bliebe noch viel zu tun.

Einige der Drahtzieher des Anschlags – im Jemen – sollen ehemalige Guantánamo-Häftlingen sein. Dies verstärkt in den USA den Widerstand gegen Obamas Pläne, das Lager auf Kuba rasch zu schließen. Gleichzeitig verdichten sich die Hinweise, dass El Kaida im Jemen tatsächlich den den 23-jährigen Nigerianer mit Sprengstoff ausgerüstet habe. Medienberichten zufolge plant die US-Armee bereits Angriffe im Jemen.