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Italiener holen Schwarzgeld zurück

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Italiener holen Schwarzgeld zurück

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Die italienische Regierung kann ihr Glück kaum fassen – fünf Milliarden Euro hat die Steueramnestie schon in die Staatskasse gespült. Wenn es ums Geld ging, nahmen es viele Italiener in der Vergangenheit nicht so genau. Das Geld wurde ins Ausland gebracht. Durch die Amnestie fließt es nun zurück und das nicht zu knapp.

95 Milliarden Euro wurden dem Fiskus bis 15. Dezember gemeldet. Die Amnestie wird nun verlängert, mit weiteren 30 Milliarden Euro wird gerechnet. Je nach Zeitpunkt der Anmeldung des Vermögens wird eine prozentuale Strafsteuer fällig. Zuerst waren es fünf Prozent, momentan sind es sechs und ab ersten März sieben Prozent.

Ein Wirtschaftsjournalist sagte, das Geld sei von Konten mit Guthaben zwischen 10 bis 20 Millionen Euro gekommen. Steuerhinterziehung werde nicht nur von den ganz Großen betrieben, sondern auch von kleineren und mittleren Firmen. Nach der Amnestie will es die italienische Regierung den Steuersündern wieder schwerer machen. Denn Banken in Liechtenstein oder in der Schweiz sind nicht weit. Allein im Tessin sollen Italiener noch mehr als 100 Milliarden Euro versteckt haben.