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Körperscanner in Schiphol bald vorgechrieben


Niederlande

Körperscanner in Schiphol bald vorgechrieben

Auf dem Amsterdamer Flughafen Schiphol war am ersten Weihnachtstag der junge Nigerianer in ein Flugzeug nach Detroit gestiegen – das er später versuchte zu sprengen. Die niederländische Regierung will nun schon in wenigen Tagen den Gebrauch so genannter Körperscanner ausweiten, auf denen zum Beispiel die Plastikbehälter mit Sprengstoff, die Umar Farouk Abdulmutallab bei sich trug, hätten erkannt werden können.

Die vorliegenden Geheimdienstinformationen hätten nicht ausgereicht, ihn am Einsteigen zu hindern – so Innenministerin Guusje ter Hoorst: “Der Verdächtige hatte ein gültiges Visum für die USA. Die zuvor erstellte Passagierliste gab den Vereinigten Staaten keinerlei Gründe, uns um Sondermaßnahmen zu bitten.” Während des Transits sei er in der Zollzone geblieben; um ins Flugzeug zu gelangen habe er dort erneut durch einen Metalldetektor gemusst, dabei sei nichts besonderes gefunden worden.

Die Innenministerin trat außerdem dem Vorwurf entgegen, die Körperscanner würden die Intimsphäre von Reisenden beeinträchtigen, indem sie “durchleuchtete Menschen nackt zur Schau stellen”. Alle auf Schiphol eingesetzten Scanner würden so eingerichtet, dass die “Nacktbilder” in aller Regel allein von Computern analysiert werden – die Warnsignale an das Sicherheitspersonal gäben.

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