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Oppositionsführer verlassen Teheran

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Oppositionsführer verlassen Teheran

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Die beiden Oppositionsführer im Iran sind aus Teheran geflohen und sollen sich in einer nordiranischen Provinz aufhalten. Wie die staatliche iranische Nachrichtenagentur IRNA meldete, seien die Hauptanstifter der Unruhen – gemeint sind Moussavi und Karoubi – aus Furcht vor den allgemeinen Forderungen nach Bestrafung geflohen. Die Website der Opposition berichtete hingegen, die beiden seien in Begleitung von Beamten gewesen. Drei Tage nach den blutigen Zusammenstößen zwischen Regimekritikern und Sicherheitskräften gingen hunderttausende Regierungsanhänger auf die Straße. Präsident Ahmedinejad hatte am Morgen sowohl Israel als auch die USA für die Ausschreitungen am Sonntag verantwortlich gemacht. Sie hätten die iranische Opposition zu Protesten angestachelt. Die schiitischen Aschura-Feierlichkeiten seien bewusst entweiht worden. Bei den gewaltätigen Zusammenstößen waren mindestens acht Menschen getötet, hunderte verletzt und ebenfalls hunderte festgenommen worden. Bilder und Informationen von unabhängigen Quellen gibt es davon nicht, sie stammen von regimekritischen Internetseiten. Der iranische Generalstaatsanwalt kündigte an, unter anderen den ehemaligen Ministerpräsidenten Hossein Moussawi juristisch zu verfolgen. Ein Vertrauter des geistlichen Führers Ajatollah Chamenei hatte die Todesstrafe für die Anführer der Proteste gefordert.