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Shell kommt in den Niederlanden vor Gericht

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Shell kommt in den Niederlanden vor Gericht

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Umweltschützer und Betroffene haben gegen den Ölkonzern Royal Dutch Shell einen wichtigen Erfolg errungen: Vorwürfe gegen die nigerianische Tochterfirma von Shell werden jetzt vor einem niederländischen Gericht verhandelt – in Den Haag, wo Shell auch seinen Firmensitz hat.

Das Gericht erklärte sich gegen den Willen von Shell für zuständig. Von einem Durchbruch sprechen die Umweltschützer von Friends of the Earth: Damit sei es jetzt anerkannt, dass Shell auch für Handlungen außerhalb der Niederlande verantwortlich gemacht werden könne. Das sei heute der wichtigste Sieg.

Es geht um ausgeflossenes Öl im wichtigen Förderland Nigeria. Die Kläger wollen Schadensersatz für verseuchte Felder und Fischgründe.

Shell macht aber für den Ölausfluss Sabotage verantwortlich; solche Angriffe auf Ölanlagen kommen in Nigeria auch durchaus vor. Außerdem müsste der Fall nach Ansicht des Konzerns in Nigeria verhandelt werden; verantwortlich sei nur die dortige Tochterfirma. in Nigeria waren die Kläger
allerdings immer wieder damit gescheitert, Shell vor Gericht zu bringen.