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Wie effektiv sind amerikanische Geheimdienste?

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Wie effektiv sind amerikanische Geheimdienste?

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Mit dem scharfsichtigen Seeadler als Wappentier wird man sich beim bekanntesten der amerikanischen Geheimdienste sicher ein gutes Image versprochen haben. Nur hat sich die CIA schon seit Jahren immer wieder als eher bürokratisch erwiesen. Oder verderben in den USA vielleicht zu viele Köche den Geheimdienstbrei?

Spätestens seit den spektakulärsten aller Angriffe, denen die USA je ausgesetzt waren – New York, 11. September 2001 – will die Kritik nicht mehr verstummen.

Wozu hat man insgesamt 16 Geheimdienste, wenn etwa der Hinweis auf verdächtige Kunden in Pilotenkursen im eigenen Land vom FBI lediglich zur Kenntnis genommen wurde? Oder wenn die CIA Informationen über zwei der späteren Attentäter nicht auswertete?

Hatte es vielleicht etwas mit den Rivalitäten der Dienste untereinander zu tun?

Als eine Schlußfolgerung aus dem katastrophalen Versagen der Geheimdienste gab es – eine Art Reform. 2004 unterschrieb George W.Bush “ The Intelligence Reform and Terrorism Prevention Act”.
“Amerika wird geschützt” lautete der Spruch für die Fernsehkameras an seinem Schreibtisch.

Durch dieses Gesetz wurde eine neue Ober-Behörde geschaffen mit Namen “Office of the Director of National Intelligence” – kurz DNI.

Der Präsident pries sie als “…Autorität, die die Beschaffung von neuen Informationen befehlen kann und deren Nutzung zwischen den einzelen Diensten koordinieren.

Man muss dabei neben den vielen Diensten auch deren unterschiedliche Unterstellungsverhältnisse im Auge haben.

Amerikanische Gewaltenteilung führt nämlich dazu, dass nicht nur alle Teilstreitkräfte – sondern auch zivile Behörden wie Justiz-, Außen- und Finanzministeriúm eifersüchtig auf die Wahrung und Mehrung ihrer eigenen Geheimnisse bedacht sind.

The “National Counter Terrorism Center” , dessen Bedeutung Präsident Obama im Oktober mit seinem Besuch hervorhob, gehört zu den neueren Institutionen, durch die alles besser werden soll.

Geblieben sind aber die alten Mängel.

US-Experten können jeden Zentimeter der Erde von Flugzeigen und Satelliten aus vermessen – lassen aber Hinweise wie jenen vom Vater des glücklicherweise gescheiterten Flugzeugattentäters unbearbeitet liegen.