Eilmeldung

Eilmeldung

Britische Geisel im Irak wieder frei

Sie lesen gerade:

Britische Geisel im Irak wieder frei

Schriftgrösse Aa Aa

Nach zweieinhalb Jahren in Geiselhaft ist Peter Moore wieder frei. Der Brite, ein Computerfachmann, wurde 2007 aus dem irakischen Finanzministerium verschleppt. Seine Entführer übergaben ihn jetzt an die irakischen Behörden; inzwischen ist er in der britischen Botschaft.

“Die haben ihn die letzte Zeit über wohl ganz gut behandelt”, sagt Moores Stiefvater Fran Sweeney. “Aber vieles wissen wir auch noch nicht, und das wird sich wohl erst ändern, wenn wir uns wiedersehen.”

Zusammen mit Moore wurden damals vier britische Leibwächter entführt. Drei wurden erschossen; ihre Leichen an die Briten übergeben. Über den vierten ist nichts bekannt.

Zu Moores Freilassung sagt der britische Außenminister David Miliband, im Irak würden verschiedene Gruppierungen jetzt vor der kommenden Wahl umschwenken: von der Gewalt zu politischen Mitteln. Darauf beruhe auch diese Freilassung.

Am gleichen Tag wurde einer der Anführer der Gruppierung, die vermutlich hinter der Geiselnahme stand, aus amerikanischer Haft im Irak freigelassen. Er wurde an irakische Behörden übergeben, die jetzt eine mögliche Freilassung prüfen.

Iraks Regierung bestreitet aber eine Verbindung zwischen dieser Freilassung und der von Peter Moore. Stattdessen spricht sie davon, dass es hier allgemein um die nationale Aussöhnung nach Jahren des Blutvergießens gehe.