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Isländisches Parlament stimmt für umstrittenes Schuldengesetz

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Isländisches Parlament stimmt für umstrittenes Schuldengesetz

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Das Parlament in Island hat ein Gesetz zur Rückzahlung von Milliarden-Schulden aus dem Zusammenbruch des Bankensystems verabschiedet.

Die Entscheidung in Reykjavik fiel dabei mit 33 zu 30 Stimmen denkbar knapp aus.

Islands Finanzminister kommentierte den Ausgang indem er sgte: “Es macht keinem von uns Spaß, diese Verantwortung auf unsere Schultern zu nehmen, aber wir werden uns damit abfinden müssen. Es wichtig für Island, daß wir eine Lösung finden und nach vorne schauen können.”

Das Gesetz sieht bis 2024 die Zahlung von insgesamt 3,8 Milliarden Euro an Großbritannien und die Niederlande vor, beide Länder hatten ihren Bürgern Entschädigungen für Verluste durch den Kollaps isländischer Banken vorgestreckt.

“Wir Isländer haben schon die Schuld der privaten Banken bezahlt”, so jedoch ein Demonstrant vor dem Parlament, “aber daran waren Bedingungen geknüpft. Wir wollen nicht bankrott gehen. Aber das können wir vergessen, wenn dieses Gesetz durchgeht.”

Mehr als 320.000 ausländische Kunden hatten sich einst von den hohen Zinsen des isländischen Geldinstituts Icesave anlocken lassen.

Als das Mutterunternehmen der Bank, die Landsbankinn, im Zuge der Finanzkrise verstaatlicht wurde, verloren die Sparer ihre Einlagen.