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Neue Verhandlungen um Berg-Karabach

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Neue Verhandlungen um Berg-Karabach

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Russlands Präsident Dmitri Medwedew will im Konflikt um Berg-Karabach vermitteln. Nahe dem russischen Kurort Sochi traf er am Montag mit dem Präsidenten Armeniens, Sersch Sargsjan, und dem Staatschef aus Aserbaidschan, Ilcham Aliew zusammen, um endlich eine Lösung zu finden.

Berg-Karabach ist eine mehrheitlich von Armeniern bewohnte Region, um die seit Jahren ein Streit zwischen Armenien und Aserbaidschan tobt. Aserbaidschan beharrt auf seiner territorialen Integrität, Armenien wiederum vertritt die Interessen Berg-Karabachs und hat dort seine Truppen stationiert.

Der aserbaidschanische Staatschef Ilcham Aliew erklärte, es sei möglich, einer Region weitreichende Autonomie zuzugestehen, ohne die territoriale Integrität des Landes zu verletzen. “So gesehen sind wir optimistisch”, sagte Aliew, “aber wenn wir diesen Optimismus in konkrete Ergebnisse umwandeln wollen, muss die armenische Seite mehr Realitätssinn und konstruktive Vorschläge einbringen und damit beginnen, die Truppen abzuziehen, die so lang illegal aserbaidschanies Staatsgebiet besetzt haben.”

Berg-Karabach hatte 1991 die Gründung der Republik Berg-Karabach erklärt, was heftige Kämpfe zwischen armenischen und aserbaidschanischen Truppen zur Folge hatte. Aserbaidschan verlor die Kontrolle über das Gebiet. Seit 1992 werden im Rahmen der Minsker OSZE-Gruppe Verhandlungen über eine Beilegung des Konflikts geführt.