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Händler in Karachi streiken gegen Gewalt

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Händler in Karachi streiken gegen Gewalt

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Leere Straßen, geschlossene Geschäfte: Die pakistanische Metropole Karachi ist am Freitag von einem Streik lahmgelegt worden. Dazu aufgerufen hatten religiöse und politische Anführer. Sie wollten ein deutliches Zeichen gegen die Gewalt setzen – denn seit dem Selbstmordanschlag von Montag kommt es in der Stadt immer wieder zu schweren Ausschreitungen. Die Geschäftsleute in der Hafenstadt nehmen bereitwillig an dem Streik teil. “Die Geschäfte sind kaputt, viele Läden sind völlig zerstört”, sagt Ladenbesitzer Mohammad Adeel. “Und viele Menschen haben keine Jobs mehr. Was sollten sie sonst tun, wenn nicht in Streik treten?”

Insgesamt 18 Verdächtige wurden in Zusammenhang mit den Unruhen festgenommen, Polizei und paramilitärische Verbände patroullieren durch die Stadt. Am Montag waren bei einem Selbstmordanschlag auf eine Prozession zum schiitischen Aschura-Fest 43 Menschen getötet worden. Der Täter hatte in der Menschenmenge seine Bombe gezündet. Aufgebrachte Schiiten setzten daraufhin Hunderte Geschäfte in Brand.