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Höhere Umweltauflagen in deutschen Innenstädten

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Höhere Umweltauflagen in deutschen Innenstädten

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In immer mehr deutschen Städten gelten für den privaten Kraftfahrzeugverkehr in der Innenstadt strengere Umweltauflagen. Mit dem ersten Tag dieses Jahres erhöht sich die Zahl der Städte von 34 auf 40. Neu hinzugekommen sind unter anderem Bonn, Münster und Freiburg. Dort dürfen nur jene Autos ins Zentrum, die mit der entsprechenden Plakette ausgestattet sind. In Berlin und Hannover sind in der Innenstadt nur noch Fahrzeuge der Schadstoffklasse vier – mit einer grünen Plakette – zugelassen. Jürgen Resch von der Deutschen Umwelthilfe dazu: “Wir haben jetzt die Situation in Berlin und Hannover, dass Fahrzeuge mit grüner Plakette die einzigen sind, die noch in der Umweltzone unterwegs sein dürfen. Da Fahrzeuge ohne Partikelfilter zum Teil hundert mal mehr Partikel emittieren als solche mit, haben wir aus dieser Ausgrenzung von etwa 15 bis 20 Prozent des Fahrzeugbestandes eine relativ starke Wirkung auf die Luftqualität zu erwarten.” Berlin und Hannover hatten bereits vor zwei Jahren mit Umweltzonen begonnen. Ein Vertreter des ADAC kritisiert: “Natürlich ist das, was in Berlin oder Hannover passiert reine Schikane, denn der PKW-Verkehr ist an der Feinstaubbelastung nur zu einem ganz geringen Teil beteiligt. Bedeutet also ganz konkret, wenn ich jetzt in Berlin oder in Hannover nicht mehr reinfahren kann ohne grüne Plakette, dann ist das schon so etwas wie eine Enteignung.”

Von den neuen Bestimmungen sind auch ausländische Fahrzeuge betroffen. Die Plaketten können auch schriftlich oder online bestellt werden.