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Afghanisches Parlament lehnt 17 nominierte Minister ab

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Afghanisches Parlament lehnt 17 nominierte Minister ab

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Das afghanische Parlament hat seinem Präsidenten Hamid Karzai eine schallende Ohrfeige verpasst. Bei einer Abstimmung über das künftige Kabinett lehnten die Abgeordneten 17 von insgesamt 24 nominierten Ministern ab. Die Abstimmung über das Kabinett ist eine der wenigen Gelegenheiten für das afghanische Parlament, politische Macht auszuüben. Karzai war am 2.

November nach äußerst umstrittenen Wahlen im Amt bestätigt worden und hat fast zwei Monate gebraucht, um sein Kabinett zusammen zu stellen.

Der wichtigste unter den abgelehnten Ministerkandidaten war der ehemalige Milizenführer Ismail Khan, einer der mächtigsten Männer in Afghanistan. Im Amt bestätigt wurden hingegen Verteidigungsminister Abdul Rahim Wardak, ein Vertrauter Karzais, wie auch Innenminister Mohammed Hanif Atmar. Die einzige Frau, Husn Bano Ghazanfar, ließ das Parlament ebenfalls durchfallen.

Hamid Karzai selbst war bei der Abstimmung nicht anwesend - der oft als König von Kabul verspottete Präsident stattete der Unruheprovinz Helmand einen Besuch ab.