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Schweinegrippe: Impfstoff zu verkaufen

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Schweinegrippe: Impfstoff zu verkaufen

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Deutschland und Frankreich sind auf der Suche nach Käufern für den Impfstoff gegen die Schweinegrippe. Laut der französischen Gesundheitsministerin Roselyn Bachelot hat die Schweinegrippe den Höhepunkt überschritten – nun möchte Paris die überzähligen Impfdosen loswerden. Und auch in Deutschland werden weit weniger Impfdosen benötigt als die bestellten 50 Millionen, denn nur fünf Prozent der Bevölkerung ließen sich bislang tatsächlich impfen.

Frankreich hatte 94 Millionen Dosen bestellt und bis Jahresende bloß fünf Millionen verbraucht. Nun soll ein Teil der verbliebenen Dosen weiterverkauft werden – nach Quatar, Ägypten und an die Weltgesundheitsorganisation. In Deutschland überlegt man ebenfalls, rund 25 Millionen Impfdosen an das Ausland zu verkaufen. Als möglicher Abnehmer bietet sich China an, wo sich die Schweinegrippe auf dem Land zunehmend ausbreitet, trotz einer massiven Impfkampagne. Mehr als 600 Menschen starben bereits an dem Virus.

Weltweit fielen nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation im vergangenen Jahr mehr als 12.000 Menschen der Schweinegrippe zum Opfer, die meisten davon in Nordamerika. In Deutschland waren es 132, in der Schweiz 12. In den meisten europäischen Ländern geht die Zahl der Erkrankungen zurück, nur in Osteuropa steigt sie an. In der Ukraine brach eine regelrechte Schweinegrippe-Panik aus. Daher könnte auch Kiew ein möglicher Abnehmer überzähliger Impfdosen sein.