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Wenig Zustimmung für afghanisches Kabinett

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Wenig Zustimmung für afghanisches Kabinett

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Es ist ein weiterer Rückschlag für den afghanischen Präsidenten Hamid Karzai: Das Parlament hat mehr als zwei Drittel seiner Kabinettskandidaten abgelehnt. Nach der höchst umstrittenen Präsidentschaftswahl im August, die Karzai nur knapp im Amt bestätigte, steht er kurz vor der Winterpause der Abgeordneten ohne funktionsfähige Regierung da. Karzais Herausforderer und ehemaliger Außenminister, Abdullah Abdullah sieht darin eine neuerliche Schwächung des Präsidenten: “Ich denke, er hat bei den Wahlen eine Niederlage erlitten und bei der Vorstellung seines Kabinetts – ob er das zugibt oder nicht: Es war ein klares Zeichen von mangelndem Vertrauen.”

Karsai hatte viele schon bekannte Gesichter präsentiert. Akzeptiert wurden sieben Kandidaten von 24, darunter Hanif Atmar als Innenminister.
Außerdem Abdul Wahim Wardak als Verteidigungsminister. Die USA und Großbritannien hatten sich für den Verbleib der beiden bisherigen Minister in ihren Ämtern eingesetzt. Nach den Wahlen im August hatte Präsident Karzai angekündigt, gegen Korruption und Machtmissbrauch stärker vorzugehen. Allerdings wurde der Beginn seiner zweiten Amtszeit durch Vorwürfe von Wahlbetrug überschattet.