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Al Kaida auf der arabischen Halbinsel

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Al Kaida auf der arabischen Halbinsel

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Steine, Wüste, Ödmis, soweit das Auge reicht.
Wer sich bei diesen Bildern aus dem Jemen an Afghanistan erinnert fühlt, ist durchaus auf dem richtigen Wege. Auch hier im äußersten Zipfel der arabischen Halbinsel haben sich Verhältnisse entwickelt, die ähnliche Gefahren für die westliche Welt mit sich bringen.
Wer diese Bilder schon mehrmals gesehen hat, möge verzeihen – es sind leider die einzigen von einem Treffen der Seperatisten im Süden des Landes.
Süd-Jemen, das war zu Zeiten des Kalten Krieges der Landesteil unter kommunistischem Einfluß, wohin es auch Links-Extremisten wie die RAF aus Westeuropa zog.
Die Regierungstruppen – hier in Panzern unterwegs – kämpfen an zwei Fronten.
Man könnte auch sagen, sie halten – ähnlich wie in Afghanistan – gerade mal noch die Hauptstadt unterihrer Kontrolle.
Im Norden kämpfen Stammesführer in einem erbitterten Bürgerkrieg um die Vorherrschaft.
Vor allem in den schraffierten Gebiet zwischen der Nordgrenze und der Hauptstadt Sanaa.
Gelb gekennzeichnet sind die Zentren der Seperatisten und rot jene Orte, an denen die schlimmsten Anschläge stattfanden.
Zum Beispiel 2000 in der Hafenstadt Aden auf das amerikanische Kriegsschiff “Cole”.
Westliche Geheimdienste gehen davon aus, dass von Irak, Pakistan und Saudi Arabien aus Al Kaida Jemen zu einem neuen regionalen Schwerpunkt ausbaut.
Seit 2003 macht Al Kaida auch in der Heimatregion von Osama bin Laden mit Anschlägen von sich reden.
In der Hauptstadt Riad wurde gezielt in einem als besonders sicher geltenden Wohngebiet für Ausländer ein Blutbad angerichtet.
Zu jener Zeit war der Anschlag auf das amerikanische Kriegsschiff in Aden noch die einzige Bluttat im Jemen, die weltweit Aufsehen erregte.
Das hat sich 2006 geändert. Da gelang nämlich einem der mutmaßlichen Attentäter die Flucht aus dem Gefängnis. Seither wird spekuliert, der Mann soll schon in Afghanistan einer der Assistenten von Osama bin Laden gewesen sein.
In diesem Video verkündeten eine saudische und eine jemenistische Al Kaida-Gruppe im Januar 2009 ihren Zusammenschluß zu “Al Kaida auf der arabischen Halbinsel” – kurz “l´aqpa”.
Seither wird viel über neue Strukturen im iskamischen Terroristen-Millieu spekuliert, über Einzeltäter oder kleinere regionale Gruppen.
Wie gesagt, es wird spekuliert.