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Fliegen in die USA wird umständlicher

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Fliegen in die USA wird umständlicher

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Die USA verschärfen ihre Sicherheitsmaßnahmen im Luftverkehr. Die neuen Kontrollen gelten für alle Passagiere, die aus bestimmten Staaten kommen oder über sie in die USA reisen. Sie sollen von heute an vor dem borden grundsätzlich abgetastet oder gescannt werden. Ihr Handgepäck muss durchsucht werden. Für Flugreisende aus anderen Staaten sollen stichprobenartig diese verschärften Maßnahmen angewendet werden.

Die Anweisung der US-Transportsicherheitsbehörde TSA trifft auf alle Flüge in die USA zu, egal von welchem Land aus sie starten. Die 14 Staaten, die als Sicherheitsrisiko gelten, liegen nahezu ausschließlich in der islamischen Welt.

“Auf den Flughäfen dieser Welt suchen Terroristen nach Schlupflöchern. Sie sind schlau. Sie wissen, wo die Sicherheitskontrollen streng und wo sie lax sind. Sie suchen nach dem schwächsten Glied und Nigeria hat traditionell eine schlechte Flughafensicherheit”, meint der demokratische Senator von New York, Charles Schumer.

Die neuen Maßnahmen sind eine Reaktion auf den versuchten Selbstmordanschlag eines Nigerianers auf einem Flug nach Detroit an Weihnachten.

Am Sonntagabend Ortszeit sorgte eine Sicherheitspanne auf dem bei New York gelegenen Flughafen Newark für Chaos. Nachdem ein Passagier unkontrolliert in den Sicherheitsbereich des Terminals C gelangte, wurde der Bereich geräumt. Alle Passagiere mussten erneut die Sicherheitskontrollen passieren.

Zur Verschärfung der Sicherheitsmaßnahmen ziehen immer mehr Länder die Einführung der sogenannten Nacktscanner in Betracht. Großbritannien und die Niederlande haben bereits beschlossen, die Geräte anzuschaffen, unklar ist noch, wie schnell das geht und ob sie nur bei Flügen in die USA genutzt werden sollen. Die Europäische Union will demnächst über dieses Thema beraten.