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Frankreich verkauft Schweinegrippen- Impfstoff weiter

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Frankreich verkauft Schweinegrippen- Impfstoff weiter

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Lager voller ungenutzten Impfstoffs gegen die Schweinegrippe – das ist heute die Situation in vielen westeuropäischen Staaten. Die Grippe verläuft weniger schwer als vermutet, und es ist auch nur eine Impfung nötig.

Frankreich ist ein drastisches Beispiel. Es hat 94 Millionen Dosen Impfstoff gekauft und dafür 869 Millionen Euro ausgegeben, jedoch wurden nur fünf Millionen Impfdosen verwendet. Gesundheitsministerin Roselyne Bachelot hat deshalb angekündigt, dass der Überschuss verkauft werden soll – an Qatar und Ägypten, auch Mexiko und die Ukraine sind mögliche Kunden, da dort die Schweinegrippe weiter grassiert. Die französischen Sozialisten lassen sich die Chance zur Kritik nicht entgehe. Der sozialistische Abgeordnete Jean-Marie Le Guen erklärt: “Von Anfang an haben Wissenschaftler und Politiker die Regierung davor gewarnt, die Situation zu dramatisieren und zu viel Impfstoff zu kaufen.”

Das Problem stellt sich auch in anderen Ländern. In Deutschland etwa wurden 50 Millionen Dosen bestellt, aber nur sechs Millionen gespritzt, nun wollen die Bundesländer einen Teil weiterverkaufen und die noch ausstehenden Bestellungen stornieren. Die Weltgesundheitsorganisation warnt allerdings vor einem Ausverkauf – noch ist der Winter nicht vorbei, und der Virus kann noch mutieren.