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Intensivierung des Antiterrorkampfs im Jemen

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Intensivierung des Antiterrorkampfs im Jemen

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Das Terrornetzwerk Al Qaida im Jemen wird immer mehr zu einer Bedrohung. So schätzen es die USA und Großbritannien ein und haben deshalb die Finanzierung einer Anti-Terroreinheit in dem Land beschlossen. Hintergrund sind neue Drohungen gegen westliche Einrichtungen. Al Qaida auf der arabischen Halbinsel hatte sich auch zum Anschlagsversuch auf eine US-Maschine an Weihnachten bekannt.

“Wir haben die Unterstützung der jemenitischen Regierung beim Kampf gegen den Terrorismus intensiviert. Und das müssen wir tun, sonst wird der Jemen zum nächsten Irak oder Afghanistan und das wollen wir nicht,” sagt der unabhängige US-Senator Joseph Lieberman. Am Samstag hatte der US-Oberbefehlshaber für die Region, General David Pertraeus, überaschend den jemenitischen Präsidenten Ali Abdullah Salih in Sanaa getroffen. Dabei hatte Salih angeboten, die Zusammenarbeit zu verstärken. Er betonte aber, gegen Terroristen auf seinem Staatsgebiet selbst vorzugehen. Die USA und Großbritannien wollen vor allem die jemenitische Küstenwache im Golf von Aden unterstützen.

Experten fürchten einen immer größeren Einfluss von Terroristen. Die USA und Großbritannien haben aus Sicherheitsgründeninzwischen ihre Botschaften in Sanaa bis auf weiteres geschlossen. Spanien schränkte den Zugang zu seiner Vertretung ein. Die deutsche Botschaft bleibt dagegen vorerst geöffnet. Bisher gebe es keine Drohungen, teilte das deutsche Auswärtige Amt mit.