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Jemen-Krise: USA fordern Hilfe der Internationalen Gemeinschaft

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Jemen-Krise: USA fordern Hilfe der Internationalen Gemeinschaft

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US-Außenministerin Hillary Clinton hat angesichts der kritischen Lage im Jemen Unterstützung von der Internationalen Gemeinschaft gefordert. Bei einem Treffen mit dem Regierungschef von Quatar, Hamad ibn Khalifah Al Thani, sagte Clinton, die Situation im Jemen stelle eine Bedrohung für die ganze Welt dar. “Wenn in dieser Region ein Land instabil ist, betrifft das auch die Nachbarstaaten”, so die US-Außenministerin. “Die Versuche von Al-Kaida im Jemen, das Land als Basis für Terroranschläge zu nutzen, haben globale Auswirkungen, Auswirkungen, die weit über die Region hinausreichen.”

Die jemenitische Regierung erklärte allerdings bereits, dass sie beim Kampf gegen die Terroristen keine ausländische Intervention dulden werde. Man sei nur an technischer Unterstützung interessiert, hieß es. Nach offiziellen Angaben tötete die jemenitische Anti-Terror-Polizei am Montag zwei Verdächtige – Beobachter bezweifeln allerdings, dass es sich um Al-Kaida-Mitglieder handelte.

Die Botschaften von Frankreich, Spanien und Japan in Sanaa wurden geschlossen. Die deutsche Botschaft will den Betrieb vorerst unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen fortsetzen. Die Vertretungen Großbritanniens und der USA empfangen seit Sonntag keine Besucher mehr. Die angespannte Lage macht auch politischen Beobachtern zunehmend Sorgen. “Der Jemen braucht logistische und wirtschaftliche Unterstützung”, meint Analyst Khaled al-Haroji. “Das ist sehr wichtig für das Land, denn die wirtschaftlichen Probleme, die hohe Arbeitslosenrate und die Armut in der Bevölkerung sind eine Brutstätte für Al Kaida. Viele junge Leute sind frustriert und wenden sich Al Kaida zu.”

Experten warnen schon seit Jahren davor, dass Al-Kaida-Terroristen die von der Regierung nur zum Teil kontrollierten Stammesgebiete im Jemen als neue Basis zur Planung von Anschlägen nutzen.