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Kurzarbeit bewahrt Deutschland vor Jobkrise

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Kurzarbeit bewahrt Deutschland vor Jobkrise

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Die Arbeitslosigkeit in Deutschland ist zum Jahresende nur mäßig gestiegen. Die Zahl der Jobsuchenden ging im Dezember lediglich um 60.000 nach oben.

Kurzarbeit in vielen Firmen sorgte für diesen relativ geringen Zuwachs. Doch der Vorsitzende der Agentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, warnt, die Kurzarbeit könne auf Dauer nicht finanziert werden, die Firmen seien zu Entlassungen entzwungen.

Insgesamt lag die Zahl der Erwerbslosen in Deutschland im Dezember bei 3 Millionen 276.000, das sind fast 200.000 mehr als im Vorjahr.

In Spanien, das nur etwa halb soviele Einwohner zählt wie Deutschland, waren dennoch mehr Menschen ohne Job, und zwar fast vier Millionen. Die Erwerbslosigkeit im Dezember war die höchste in diesem Jahrzehnt. Die Arbeitslosenquote lag mit 19,3 Prozent mehr als doppelt so hoch wie der EU-Durchschnitt.

Der Grund hierfür ist in Spaniens starker Abhängigkeit vom Immobilienmarkt zu suchen.
Analyst Enrique Quemada erklärt, Deutschland und Frankreich seien die Zugpferde der europäischen Wirtschaft, sie hätten nicht dasselbe Strukturproblem wie Spanien. Mehr als ein Viertel der spanischen Wirtschaft sei vor der Krise am Baugewerbe gehangen.

Im Baugewerbe sieht es in Spanien düster aus und wird wohl auch 2010 so bleiben. Experten schließen eine Arbeitslosenquote von deutlich über 20 Prozent in diesem Jahr nicht aus.