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Verfahren wegen Phlippinen-Massakers eröffnet

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Verfahren wegen Phlippinen-Massakers eröffnet

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Zwei Monate nach dem Massaker an 57 Zivilisten auf den Philippinen hat sich ein wegen Mordes angeklagter prominenter Politiker am Dienstag für nicht schuldig erklärt. Dem Bürgermeister einer Kleinstadt in den Südphilippinen wird vorgeworfen, im November zusammen mit 100 Bewaffneten den Konvoi eines politischen Rivalen überfallen zu haben. Die Gruppe wurde entführt und ermordet. Der Angeklagte, Andal Ampatuan Junior, wollte Nachfolger seines Vater als Provinzgouverneurs werden.

Nach dem Massaker verhängte die philippinische Staatspräsidentin Gloria Macapagal Arroyo das Kriegsrecht über die Provinz, um die Privatarmee des Amputan-Clans zu entwaffnen. Der Ampatuan-Clan ist eine der einflussreichsten Familien in den Südphilippinen. Kritiker warfen Arroyo vor, mit dem Vorgehen im Süden des Landes von ihrem eigenen politischen Versagen ablenken zu wollen. Der mächtige Amputan-Clan gilt als Verbündeter der skandalgeplagten Präsidentin. Im Mai sollen auf den Phlippinen Parlaments- und Präsidentschaftswahlen stattfinden.