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Labour-Politiker forden Abstimmung über Parteichef

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Labour-Politiker forden Abstimmung über Parteichef

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Wenige Monate vor der Parlamentswahl in
Großbritannien hat Premierminister Gordon Brown erneut Probleme in seiner eigenen Partei: Zwei ehemalige Minister riefen die Labour-Abgeordneten zur einer geheimen Abstimmung über die Spitzenkandidatur auf. Den Brief verfassten Ex-Verteidigungsminister Geoff Hoon und die ehemalige Gesundheitsministerin Patricia Hewitt.
Die Abgeordneten sollten definitiv klären, ob Brown Parteiführer und damit Premier bleiben solle, sagte Hoon: Die Führungsfrage dürfe nicht in den kommenden Monaten ständig im Raume stehen, denn dann würde in der Öffentlichkeit jede Rede eines Ministers auf mögliche Putschabsichten hin geprüft werden. Doch so könnte die Partei keinen erfolgreichen Wahlkampf führen und die kommenden Wahlen gewinnen. Eine Abstimmung sei der richtige Weg, um die Führungsfrage ein für allemal zu klären, sagte Hoon.
Labour liegt in Umfragen seit langem abgeschlagen hinter den Konservativen. Spätestens Anfang Juni muss gewählt werden. Den Termin kann der Premier selbst festlegen. Brown hatte das Amt im Juni 2007 übernommen.
Im Unterhaus kam es zum ersten Schlagabtausch zwischen dem Premierminister und dem konservativen Oppositionsführer seit Weihnachten. Tory-Chef David Cameron warf Brown vor, das Hauhaltsdefizit ausufern zu lassen. Dies werfen die Konservativen der Labour-Regierung auch auf Riesenplakaten vor. Beide Parteien hatten vor wenigen Tagen mit verschiedenen Aktionen das Wahlkampfjahr eröffnet.
In Browns Labour-Partei und insbesondere im Kabinett stärkten prominente Politiker dem Premier den Rücken und sprachen sich gegen eine Abstimmung über die Spitzenkandidatur aus.