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Sprengstoff reist ungehindert von Bratislava nach Dublin

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Sprengstoff reist ungehindert von Bratislava nach Dublin

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In Dublin hat die irische Polizei 90 Gramm eines hochexplosiven Sprengstoffs beschlagnahmt. Der Fund wäre keine Meldung wert, die Geschichte allerdings, die Reise des Sprengstoffs hat es in sich: Beschlagnahmt wurde er bei einem Mann, der kurz vorher aus der Slowakei eingereist war. Es handelte sich keineswegs um einen Terroristen, sondern um einen slowakischen Elektriker, der seit drei Jahren in Irland arbeitet. Nach den Feiertagen in seiner Heimat bestieg er in Preßburg/Bratislava das Flugzeug und kehrte nach Dublin zurück. Im Grunde genommen war er das zufällige Opfer eines Versuchs der slowakischen Polizei. Diese war es nämlich, die den Sprengstoff in dem Gepäck des Mannes versteckte, um die Wirksamkeit der Sicherheitskontrollen zu prüfen. Doch weder die Behörden in Bratislava noch jene in Dublin fanden das Material. Die slowakischen Beamten verständigten schließlich ihre irischen Kollegen, die den Sprengstoff beschlagnahmten.