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Selbstmordattentäter zermürben Afghanistan

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Selbstmordattentäter zermürben Afghanistan

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Sicherheitskräfte und Regierungsvertreter sind weiter bevorzugte Ziele von Selbstmordattentätern in Afghanistan. Die Sicherheitslage verschlechtert sich vor allem im Südosten. Hier sind im Rahmen des ISAF-Einsatzes US-Truppen stationiert.

Ein lokaler Kommandeur von Sicherheitskräften starb in Gardez in der Provinz Paktia, dazu zwei Leibwächter und ein Polizist. Fünf weitere Besucher eines Marktes wurden mit in den Tod gerissen. Verletzt wurden mindestens 27 Menschen.

In der Provinz Chost, wo vor einer Woche ein Doppelagent sieben CIA-Leute getötet hatte, wurde ein Treffen des Provinzgouverneurs mit Beamten zum Ziel. Ergebnis: Mehrere Verletzte, darunter der Gouverneur und zwei einheimische Journalisten. Eine weitere Autobombe in Chost schadete offenbar niemandem.

Den CIA-Anschlag hatte das Terrornetzwerk El Qaida als Rache bezeichnet für die Tötung mehrerer pakistanischer Taliban-Führer durch unbemannte Flugkörper, sogenannte Drohnen.

2009 war das bisher blutigste von acht Kriegsjahren. In den harten, afghanischen Wintern geht das Kriegstreiben normalerweise zurück – dieser Winter ist bisher unglücklicherweise so mild wie selten.