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Teheran und Bagdad wollen Grenzvorfall bereinigen

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Teheran und Bagdad wollen Grenzvorfall bereinigen

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Der Grenzvorfall vom vergangenen Dezember steht im Mittelpunkt eines Treffens zwischen dem iranischen Außenminister Manuchehr Mottaki und seinem irakischen Amtskollegen Hoschiar Sibari. Mottaki traf zu einem Besuch in Bagdad ein.

Iranische Soldaten hatten am 17. Dezember die Grenze überschritten, die irakische Ölquelle Al-Fakka besetzt und die Flagge ihres Landes gehisst. Tage später zogen sich die Soldaten wieder zurück. Die von Schiiten dominierte Regierung in Bagdad hatte sich über den Vorfall empört gezeigt. Zugleich aber spielte sie ihn herunter, um die guten Beziehungen zum Nachbarland nicht zu gefährden.

Teheran hatte die Besetzung der Ölquelle als Missverständnis dargestellt. Die Regierung in Washington hatte nicht reagiert. Der Besuch Mottakis in Bagdad nährt zugleich Gerüchte, wonach Teheran auf die für Anfang März geplante Parlamentswahl im Irak Einfluss nehmen will.