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Weihnachten auf dem Balkan - auch ein Politikum

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Weihnachten auf dem Balkan - auch ein Politikum

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Auf dem Balkan feierten orthodoxe Christen Weihnachten – nach dem traditionellen Julianischen Kalender am 6. und 7. Januar. Ein hohes Kirchenfest – aber auch ein Politikum. Serbiens Präsident Boris Tadic reiste zu dem Zweck in das abtrünnige Kosovo, zu einem serbischen Kloster aus dem 14-Jahrhundert.

Zuvor hatte die serbisch-orthodoxe Kirche an die Kosovo-Serben appelliert, gut zehn Jahre nach dem Ende des Kosovo-Krieges in ihre früheren Wohnorte zurückzukehren. Von 150 000 geflohenen Serben sind bisher gerade knapp fünf Prozent den Aufrufen von Staat und Kirche gefolgt.

99 Prozent der Serben sind orthodoxen Glaubens, im Kosovo werden die knapp 90 Prozent Kosovo-Albaner der islamischen Tradition zugerechnet.

In Bosnien-Herzegowina vertritt Metropolit Nikolaj Dabrobosanski knapp ein Drittel der Bevölkerung. Sein Weihnachtswunsch in eigener Sache: “Ihr Kinderlein kommet” – auch an den anderen Feiertagen des Jahres.